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Quellen und Quellbereiche

Quellen und Quellbereiche

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Beschreibung

"Und horch! da sprudelt es silberhell Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen, Und stille hält er, zu lauschen. Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell, Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell . . ." Friedrich von Schiller Das saubere, frische Quellwasser und sein geheimnisvoller Ursprung aus dem Inneren der Erde machten die Quellen seit alters her zum Gegenstand menschlicher Bewunderung. Dichter, Schriftsteller und Märchenerzähler ließen sich von dem sprudelnden Naß inspirieren. Im Volksglauben wurden Quellen als heilige Orte verehrt, häufig wurden dort Kirchen und Kapellen errichtet. Quellwasser, das in früheren Zeiten als Wunder- und Heilmittel verwendet wurde, gilt als Symbol der Reinheit und Klarheit. Quellen stellen Austrittsstellen des Grundwassers dar, die abhängig von den geologischen Gegebenheiten, vom Gefälle, von der Höhenlage, der Niederschlagsmenge und vom Grad der Verbauung ganz unterschiedlich aussehen. Quellbereiche sind meist nur kleinflächig ausgebildet und weit voneinander entfernt. Die hier vorkommenden Pflanzengesellschaften und Tiergemeinschaften treten räumlich sehr isoliert auf. Solch eine Insellage bedeutet für die einzelne Quelle, daß ein Verlust von Arten, z.B. nach Eingriffen durch den Menschen, nur sehr langsam ausgeglichen werden kann oder sogar wegen der mangelnden Ausbreitungsfähigkeit der Quellspezialisten endgültig sein kann. In unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft und im Siedlungsbereich sind Quellen heute nur noch selten zu finden. Zum größten Teil sind sie gefaßt oder drainiert und ihr Wasser tritt erst nach langer Wanderung durch Rohrsysteme ans Tageslicht, wo es in Betrieben, Haushalten, Kneippanlagen, Bädern usw. für den alltäglichen menschlichen Bedarf verwendet wird. Um wenigstens die noch vorhandenen naturnahen Quellen bzw. Quellbereiche mit ihrer typischen Umgebung zu erhalten, wurden sie vom Gesetzgeber unter besonderen Schutz gestellt. Ein Auszug aus dem am 1. Januar 1992 in Kraft getretenen "Biotopschutzgesetz" ist im Anhang der Broschüre abgedruckt.

Metadaten

 
TitelQuellen und Quellbereiche 
HerausgeberMinisterium Ländlicher Raum Baden-Württemberg 
RedaktionLandesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg  
Stand 1999 
Seitenzahl39 
ReiheBiotope in Baden-Württemberg 
Band-Nr.12 

 

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