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Klärschlammvergärung mit Mikrofiltration und Ammoniumgewinnung

Volltext

Beschreibung

Eine Pilotanlage zur Klärschlammvergärung mit Mikrofiltration als zweite Stufe hinter der Hochlastfaulung war auf dem Gelände des AZV Heidelberg für einen Zeitraum von neun Monaten in Betrieb. Hier wurden durch Variation des Filtratabzugs verschiedene Trockensubstanzgehalte im Reaktor eingestellt und deren Einfluss auf den Abbau des Klärschlamms untersucht.

Als obere Grenze der Aufkonzentrierung ergaben sich Werte von 70 bis 75 g/l Trockensubstanz. Ab diesem Bereich wurde der Schlamm so viskos, dass es zu betrieblichen Problemen kam, beispielsweise bei der Filtration.

Der Abbau des Klärschlamms verbesserte sich durch die Aufkonzentrierung zunehmend. Die Biogasbildung und der Ammoniumgehalt im Filtrat stiegen im Vergleich zum Betrieb ohne Aufkonzentrierung um bis zu 50 % an.

Die Entfernung von Ammonium aus Schlammwasser mittels Luftstrippung verlief erfolgreich. Sowohl aus dem in der Pilotanlage anfallenden Filtrat als auch aus Zentrat aus der Schlammentwässerungszentrifuge konnten bis zu 90 % des Ammoniums entfernt werden. Dies gelang bei Temperaturen von 60 °C, ohne den pH- Wert anzuheben. Bei geringeren Temperaturen ist eine Anhebung des pH- Werts vor der Strippung notwendig.

Metadaten

TitelKlärschlammvergärung mit Mikrofiltration und Ammoniumgewinnung 
Stand 2005 
Seitenzahl34 
Förderkennzeichen BWT22007

 

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