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Einsatz lacksparender, elektrostatischer Hochrotationsglocken beim Lackieren von Holz und Holzwerkstoffen - praxisgerechte Maßnahmen

Volltext

Beschreibung

Ziel dieses Projektes ist, praxisgerechte Maßnahmen zu erproben, die eine breite Anwendung der elektrostatischen Lackiertechnik für Holz und Holzwerkstoffe ermöglichen. Das dabei zugrundeliegende Lackierprinzip "Abführen der Ladungen über die nasse Lackschicht" wurde bereits in der zuvor bearbeiteten Machbarkeitsstudie (Förder-Nr. BWD 20002 Kurzbeschreibung) für Holzwerkstoffe überprüft und als geeignet eingestuft. Zur Erprobung praxisgerechter Maßnahmen wurden drei Anwendungsfälle

  • Decklackierung von Fensterrahmen,
  • Beschichtung von Küchenfronten mit Strukturlack und
  • Beschichtung von Kfz-Innenteilen mit Hochglanzlack

erfasst, im Lackiertechnikum nachgestellt (Schichtdicke und –verteilung analog zum Anwendungsfall), und anschließend die Lackierung mit der elektrostatischen Hochrotationsglocke ausgeführt.

Bei den Untersuchungen wurden mittels elektrostatischer Hochrotationszerstäubung unter Verwendung von Wasserlacken wesentliche Verbesserungen im Vergleich zur bisherigen IST-Situation der Anwendungsfälle erzielt (siehe Bild 1).

Die Qualitätsanforderungen Schichtdicke und –verteilung konnten bei elektrostatischer Lackierung ebenso erfüllt werden wie auf den Originalteilen. Die chemischen und physikalischen Beständigkeitswerte der für die elektrostatische Lackabscheidung eingesetzten Wasserlacke weichen systembedingt von den Werten der Originallacke ab.

Die Verschmutzungsneigung der elektrostatischen Applikation wird als unkritisch beurteilt, solange die Anlagendimensionen, die Kabinenluftströmung und die Zerstäubersteuerung angepasst betrieben werden.

Die Lackierung von Holz und Holzwerkstoffen mit elektrostatischen Hochrotationsglocken bietet hohe Einsparpotenziale. Für die erfolgreiche Umsetzung sind Freigabeuntersuchungen der einzusetzenden Wasserlacke erforderlich.

Metadaten

TitelEinsatz lacksparender, elektrostatischer Hochrotationsglocken beim Lackieren von Holz und Holzwerkstoffen - praxisgerechte Maßnahmen 
Stand 2003 
Seitenzahl96 
Förderkennzeichen BWD20007

 

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