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Optimierung von Erkundungsstrategie und Qualitätssicherung beim Einsatz von Feldanalytik in der Altlastenbearbeitung

Volltext

Beschreibung

In der Altlastenbearbeitung hat sich der Einsatz von Vor-Ort-Analytik bisher nur in sehr begrenztem Umfang durchgesetzt. Dies ist mit darin begründet, daß die erhaltenen Meßwerte den aus der Laboranalytik erwachsenen Ansprüchen nicht genügen. Erst in den letzten Jahren findet hier ein Umdenken statt, nicht zuletzt verursacht durch den zunehmenden Kostendruck. Ferner stellt sich immer häufiger die Frage nach der Qualität der Ergebnisse. Unter Qualität ist aber nicht der einzelne Meßwert sondern das gesamte Untersuchungsziel zu verstehen. Altlasten oder Altstandorte besitzen oft eine sehr heterogene Schadstoffverteilung, deren Erkundung und Beschreibung, abhängig vom Qualitätsziel, eine Vielzahl von Sondierpunkten erfordert.

Der Einsatz von Vor-Ort-Analytik bei der Altlastenerkundung erfordert gegenüber der herkömmlichen Vorgehensweise jedoch neue Erkundungsstrategien und angepaßte Konzepte der ergebnisorientierten Qualitätssicherung. Da die reale Schadstoffverteilung an echten Fällen nicht bekannt ist, lassen sich diese alternativen Konzepte nur sehr schwer mit der herkömmlichen Vorgehensweise vergleichen. In der Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS) liegen dagegen genau beschriebene Schadstoffverteilungen bei unterschiedlichen Projekten vor. Für unser Projekt wurde ein Versuchsbehälter zur Grundwassersanierung einer BTEX-Kontamination verwendet, bei dem 63 Meßstellen in einer Ebene auf einer Fläche von 54 m² angeordnet sind. Dadurch ist die Schadstoffverteilung mit sehr hoher Auflösung bekannt.

Die herkömmliche Vorgehensweise bei der Altlastenerkundung arbeitet mit starren Unter-suchungsrastern bei einer räumlichen und zeitlichen Trennung von Sondierung und Analytik. Der Einsatz von Vor-Ort-Analytik ermöglicht die Strategie der "ergebnisgesteuerten Probe-nahme". Dabei erfolgt die Festlegung weiterer Probenahmepunkte auf Grundlage der zuvor erhaltenen Ergebnisse.

Wissenschaftliche und technische Arbeitsziele des Vorhabens:

  • Überprüfung des ergebnisorientierten Qualitätssicherungskonzepts
  • Gesamtbeurteilung der Aussagekraft und Ergebnisqualität von Altlastenuntersuchungen mit Feldanalytik
  • Definition von Anforderungen an Feldmethoden hinsichtlich der Ergebnisschärfe bzw. Abgrenzung von Wertebereichen halbquantitativer Meßmethoden
  • Erarbeitung von Grundlagen für Vorgaben zur Erkundungsstrategie und Qualitätssicherung beim Einsatz von Feldanalytik.

Metadaten

TitelOptimierung von Erkundungsstrategie und Qualitätssicherung beim Einsatz von Feldanalytik in der Altlastenbearbeitung 
Stand 2000 
Seitenzahl12 
Förderkennzeichen PD98.204

 

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